VERANSTALTUNGEN

Olympia und Paralympics 2021:
Zuversicht und Hoffnung überwiegen Sorgen und Bedenken
Gesprächsrunde „Olympia hautnah“ bei Hoffmann & Partner

02.05.2021

Olympia und Paralympics in Tokio werden anders als bisherige Spiele – weniger unbeschwert, weniger ausgelassen, weniger völkerverbindend. Es werden Sportfeste im Zeichen der Pandemie. Aber Zuversicht, Hoffnung und Vorfreude der Beteiligten sind dennoch groß. Das wurde bei der Online-Gesprächsrunde „Olympia hautnah“ der Deutschen Olympischen Gesellschaft Berlin zum Thema „Tokio 2021: Corona negativ, Olympia positiv?!“ am 28. April deutlich. Moderiert wurde die Gesprächsrunde in unseren Räumlichkeiten von Gerhard Delling. Unter den virtuellen Gästen waren unter anderem Bettina Stark (Vorsitzende des Sportausschusses des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller VBKI), Thomas Härtel (Präsident des Landessportbunds Berlin), Dr. Harry Bähr (Leiter des Olympiastützpunkts Berlin) und Thorben Hoffmann (Fußballprofi beim FC Bayern München).

„Nach Enttäuschung und Ernüchterung im vergangenen Jahr brauchen wir jetzt positive Akzente. Es ist deshalb richtig, alles für Spiele unter sicheren Bedingungen zu tun. Sie sind ein Signal der Hoffnung“, so Stephan Mayer, Staatssekretär im Bundesinnenministerium. Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handballbundes und Geschäftsführer Füchse Berlin, sagte: „Es wird keine riesige Euphorie wie bei voll besetzten Rängen geben. Aber Millionen Menschen gucken der Nationalmannschaft zu. Wir brauchen das, um Vorbilder für den Nachwuchs zu schaffen. Olympische Spiele sind deshalb elementar wichtig.“

Und wie sehen es die Sportlerinnen und Sportler? Katharina Krüger, Rollstuhltennisspielerin, dreimalige Paralympics-Teilnehmerin, freut sich, dass sie endlich wieder in Wettkämpfen auf das Ziel Paralympics hinarbeiten kann. Ebenso Caterina Granz, Deutsche Meisterin 2019 über 1500 Meter, WM-Teilnehmerin 2019. Sie sagte: „Mein Sportlerherz hängt an Olympia. Tokio wären meine ersten Spiele. In meinem Umfeld gibt es keinen Athleten, der nicht gern zu den Olympischen Spielen fahren würde.“

Für Richard Meng, Präsident der Berliner DOG, zeigte die Diskussion, dass die Faszination der Olympischen Idee gerade in diesen Zeiten wichtig ist. „Wir alle müssen mithelfen, diese Faszination zu nutzen, um für den gesamten Sport eine Brücke in die Zukunft zu bauen. Durch die Corona-Pandemie und all die Einschränkungen und Verbote droht da vieles kaputt zu gehen. Im Alltag, in den Vereinen, im Breitensport und bis in den Leistungssport hinein. Wir alle wünschen uns, dass das größte Sportfest der Welt im Sommer in Tokio in einer Art durchgeführt werden kann, die ausstrahlt und neu motiviert. Olympia ist kein Selbstzweck. Es geht immer auch um die Werte des Sports und ihre Ausstrahlung ins Leben der Menschen hinein. Uns sollte es jetzt darum gehen, gemeinsam eine Stimmung zu schaffen, in der diese Werte wieder wichtig werden.“

Die Diskussionsrunde in voller Länge kann hier angerufen werden: https://www.youtube.com/watch?v=EQCVWzZwd-c